Unser Eventtipp:

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LUX-Filmpreis 2018

Sonntag, 4. November 2018
11:00 bis 18:00 Uhr im CAPITOL

Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das Europäische Parlament seit 2007 jährlich einen Film aus, der auf besondere Weise das europäische Publikum berührt und mit Blick auf die aktuellen sozialen und politischen Herausforderungen in Europa zum Nachdenken anregt. Eine 21-köpfige Fachjury wählt unter allen Teilnehmern zehn Filme für die offizielle Auswahl und schließlich drei Filme ins Finale des Wettbewerbs. Die drei Finalisten-Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und im Zuge der „LUX Film Days" in den 28 EU-Mitgliedstaaten gezeigt. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wählen schließlich den Gewinner des LUX-Filmpreises und zeichnen diesen im Rahmen einer Plenartagung in Straßburg aus. Der Film, der den LUX-Filmpreis erhält, wird auch für hör- und sehbehinderte Menschen produziert und beim internationalen Vertrieb unterstützt.

  Veranstaltungsformat: Die drei Finalisten-Filme werden nacheinander in Originalfassung mit deutscher Untertitelung in Aachen gezeigt. Die Zuschauer haben im Anschluss an die Filmvorführungen die Möglichkeit, Ihren Favoriten unter den drei Finalisten zu wählen. Sabine Verheyen, Europaabgeordnete und Schirmherrin der Veranstaltung, nimmt dieses Votum mit nach Straßburg und wird es bei ihrer Abstimmung im Europäischen Parlament berücksichtigen.
 

Europäischer Filmsonntag, 4.11.2018, 11:00 bis 18:00 Uhr, Eintritt 15,- €

  Ablauf:
11:00 Uhr Einlass und Begrüßung
    11:15 Uhr
Einführung und Filmstart STYX
    ca 12:50 Uhr Mittagspause mit Mittagsimbiss
    ca 13:30 Uhr Einführung und Filmstart WOMAN AT WAR
    ca 15:15 Uhr Pause
    ca 15.45 Uhr Einführung und Filmstart THE OTHER SIDE OF EVERYTHING
    ca 17.30 Uhr Votum und Resümee
  Partner: Europäisches Parlament, Stadt Aachen, Karlspreisstiftung, CAPITOL Kino, Sabine Verheyen (Schirmherrin)
 
Spielwoche 01.11. - 07.11.2018
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Do. Fr. Sa. So. 4.11. Mo. Di. Mi.
      11.00 Uhr      
   

Die Filme 2018:

Filmplakat

STYX

von Wolfgang Fischer - Deutschland, Österreich (94 min., OV de./en.)

Rike - 40, Ärztin aus Europa - verkörpert in ihrer Disposition eine typisch westliche Vorstellung von Glück und Erfolg. Sie ist gebildet, selbstbewusst, zielstrebig und engagiert. Wir erleben Rike, wie sie in Köln als Notärztin ihren Alltag bestreitet, bevor sie ihren Urlaub in Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ist dabei die Atlantikinsel Ascension Island. Ihr Urlaub ist jäh beendet, als sie sich nach einem Sturm mitten auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Rund hundert Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahrscheinlich herausstellt, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

Filmstart ca. 11:15 Uhr

 
   

Filmplakat

WOMAN AT WAR
Original: Kona fer í stríd

von Benedikt Erlingsson - Island, Frankreich, Ukraine (101 min., OV is.)

Halla ist eine fünfzigjährige, unabhängige Frau, die nach außen hin ein ruhiges Leben führt. In Wahrheit jedoch verbirgt sich hinter dieser Fassade ein Doppelleben als leidenschaftliche Umwelt-Aktivistin. Bei anderen lediglich als „die Frau des Berges“ bekannt, führt Halla heimlich einen Ein-Frauen-Krieg gegen die lokale Aluminiumindustrie. Als Halla immer mutiger wird, vom anfänglichen Vandalismus bis zur totalen industriellen Sabotage, gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und Investoren, die eine neue Aluminiumschmelze in den Bergen bauen, zu unterbrechen. Aber als sie beginnt, ihre bisher größte und kühnste Operation zu planen, erhält sie einen unerwarteten Brief, der alles verändert. Ihr Antrag, ein Kind zu adoptieren, wurde endlich angenommen, und in der Ukraine wartet ein Mädchen auf sie. Also beschließt Halla, Ihr Dasein als Saboteurin und Retterin der Highlands mit einem letzten großen Angriff auf der Aluminiumindustrie zu beenden, bevor die sich ihren Traum erfüllt und Mutter wird.

Filmstart ca. 13.30 Uhr

 
   

Western

THE OTHER SIDE OF EVERYTHING
Original: Druga strana svega

von Mila Turajlić - Serbien, Frankreich, Katar (104 min., OV serb.)

Eine Tür, die in der Wohnung einer Belgrader Familie 70 Jahre verschlossen blieb, bildet den Ausgangspunkt dieser familiären, politischen und historischen Chronik. Es handelt sich um die Familie der Regisseurin Mila Turajlić und ihrer charismatischen Mutter Srbijanka Turajlić, einer ehemaligen Universitätsprofessorin und wichtigen Figur des Widerstands gegen das Regime in den 1990er-Jahren. Die Gespräche der beiden Frauen bieten einen Einblick in die bewegte Geschichte eines Landes mit seinen Umbrüchen und politischen Veränderungen. Die Chronik einer Familie in Serbien wird zum Porträt einer Aktivistin in Zeiten großer Unruhen und stellt die Verantwortung jeder Generation in Frage, für ihre Zukunft zu kämpfen.

Filmstart ca. 15:45 Uhr

 
   

Fotos: © Die Rechte der Filmfotos liegen bei den Autoren und Verleihern.